Osteoporose und Knochenerkrankungen

Die postmenopausale Osteoporose ist eine häufig vorkommende Erkrankung. Es gibt jedoch auch andere Gründe für eine Abnahme der Knochendichte. Hier finden sie weitere Informationen.

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Der Stoffwechsel im Knochen wird von Hormonen gesteuert

Störungen dieser Hormone führen zu Erkrankungen des Knochens. Bei folgenden Beschwerden oder Krankheitsbildern sollte unbedingt eine endokrinologische Abklärung erfolgen: 

  • Osteoporose
  • erniedrigte oder erhöhte Calciumwerte im Blut
  • Fehlfunktion der Nebenschilddrüsen
  • Vitamin-D-Mangel

Eine umfassende und kompetente Abklärung der Hormone des Knochenstoffwechsels bietet die Klinik für Endokrinologie, Stoffwechsel- und Ernährungsmedizin.

Verminderung der Knochendichte bei Osteoporose

Ein Osteoporose ist eine Verminderung der Knochendichte und eine Verschlechterung der Knochenfunktion. Es gibt viele hormonelle Ursachen, die hierfür verantwortlich sein können. Beispielsweise ist das "männliche" Hormon Testosteron für den Aufbau des Knochens notwendig. Ist beim Mann das Testosteron erniedrigt, kann sich eine Osteoporose entwickeln. Aus diesem Grund sollte bei allen Männern, die einen Testosteronmangel haben, eine Knochendichtemessung durchgeführt werden. Ebenso sollte eine solche Untersuchung bei Frauen nach der Menopause erfolgen, da sich aufgrund der verminderten Bildung des "weiblichen" Hormons Östrogen eine Osteoporose entstehen kann. Auch Patienten, die z.B. wegen einer rheumatischen Erkrankung Cortison bekommen, sollten im Hinblick auf eine Osteoporose untersucht werden.

Erniedrigte oder erhöhte Calciumwerte im Blut

Der Knochen ist der größte und wichtigste Calciumspeicher im Körper. Die Abgabe des Calciums aus dem Knochen wird von Hormonen gesteuert. Auch ein Vitamin-D-Mangel kann zu veränderten Calciumwerten im Blut führen. Bei auffälligen Calciumwerten im Blut sollte auch eine Hormonuntersuchung erfolgen.

Fehlfunktion der Nebenschilddrüsen

Eine Überfunktion der Nebenschilddrüsen (Hyperparathyreoidismus) bedeutet eine erhöhte Ausschüttung des Parathormons, das im Blut gemessen werden kann. Erhöhtes Parathormon führt zum Abbau von Calcium aus den Knochen. Das kann zu Knochenschmerzen führen.

Die Ursachen der Überfunktion sind vielfältig. Patienten mit Nierenschädigung oder mit Malabsorption (= Aufnahmestörung des Darms) können eine Nebenschilddrüsenüberfunktion entwickeln, wenn der Körper nicht ausreichend mit Vitamin D und/oder Calcium versorgt wird.

Eine Unterfunktion der Nebenschilddrüsen (Hypoparathyreoidismus), meist Folge einer ausgedehnten Schilddrüsenoperation, versacht einen erniedrigten Calciumspiegel. Dies kann zu Muskelzuckungen, Muskelkrämpfen und Hautkribbeln führen. Eine ausreichende Versorgung mit Calcium und Vitamin D gestaltet sich gelegentlich sehr schwierig.