Osteoporose und Knochenerkrankungen

Die postmenopausale Osteoporose ist eine häufig vorkommende Erkrankung. Es gibt jedoch auch andere Gründe für eine Abnahme der Knochendichte. Die Klinik für Endokrinologie und Stoffwechselmedizin (Diabetes und Ernährungsmedizin) der Charité – Universitätsmedizin Berlin stellt hier für Sie Informationen zum Thema Osteoporose und Knochenerkrankungen bereit.

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Was sind Knochenerkrankungen?

Der Stoffwechsel im Knochen wird durch Hormone gesteuert. Störungen dieser Hormone führen zu Erkrankungen des Knochens. Bei folgenden Beschwerden oder Krankheitsbildern sollte unbedingt eine endokrinologische Abklärung erfolgen: 

  • Osteoporose
  • erniedrigte oder erhöhte Kalziumwerte im Blut
  • Fehlfunktion der Nebenschilddrüsen
  • Vitamin-D-Mangel

Eine umfassende und kompetente Abklärung der Hormone des Knochenstoffwechsels bietet die Klinik für Endokrinologie und Stoffwechselmedizin.

Was ist Osteoporose?

Ein Osteoporose ist eine Verminderung der Knochendichte und eine Verschlechterung der Knochenfunktion. Es gibt viele hormonelle Ursachen, die hierfür verantwortlich sein können. Beispielsweise ist das "männliche" Hormon Testosteron für den Aufbau des Knochens notwendig. Ist beim Mann das Testosteron erniedrigt, kann sich eine Osteoporose entwickeln.

Aus diesem Grund sollte bei allen Männern, die einen Testosteronmangel haben, eine Knochendichtemessung durchgeführt werden.

Ebenso sollte eine solche Untersuchung bei Frauen nach der Menopause erfolgen, da aufgrund der verminderten Bildung des "weiblichen" Hormons Östrogen eine Osteoporose entstehen kann.

Auch Patienten und Patientinnen, die wegen einer rheumatischen Erkrankung Cortison bekommen, sollten in Hinblick auf eine Osteoporose untersucht werden.

Was tun bei erniedrigten oder erhöhten Kalziumwerten im Blut?

Der Knochen ist der größte und wichtigste Kalziumspeicher im Körper. Die Abgabe des Kalziums aus dem Knochen wird von Hormonen gesteuert. Verrichten diese ihre Aufgaben nicht (mehr) richtig, kommt es zu Veränderungen des Kalziumwertes im Blut.

Ein Vitamin-D-Mangel kann ebenfalls zu veränderten Kalziumwerten im Blut führen, sodass eine entsprechende Therapie vonnöten ist.

Bei auffälligen Kalziumwerten im Blut sollte auch eine Hormonuntersuchung erfolgen.

Was bedeutet eine Fehlfunktion der Nebenschilddrüsen?

Eine Überfunktion der Nebenschilddrüsen (Hyperparathyreoidismus) bedeutet eine erhöhte Ausschüttung des Parathormons, das im Blut gemessen werden kann. Erhöhtes Parathormon führt zum Abbau von Kalzium aus den Knochen. Das kann zu Knochenschmerzen führen.

Die Ursachen der Überfunktion sind vielfältig. Patienten und Patientinnen mit Nierenschädigung oder mit Malabsorption, also einer Aufnahmestörung des Darms, können eine Nebenschilddrüsenüberfunktion entwickeln, wenn der Körper nicht ausreichend mit Vitamin D und/oder Kalzium versorgt wird.

Eine Unterfunktion der Nebenschilddrüsen (Hypoparathyreoidismus), meist Folge einer ausgedehnten Schilddrüsenoperation, versacht einen erniedrigten Kalziumspiegel. Dies kann zu Muskelzuckungen, Muskelkrämpfen und Hautkribbeln führen. Eine ausreichende Versorgung mit Kalzium und Vitamin D gestaltet sich gelegentlich sehr schwierig.