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Erkrankungen der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse)

Die Klinik für Endokrinologie und Stoffwechselmedizin (Diabetes und Ernährungsmedizin) der Charité – Universitätsmedizin Berlin präsentiert Ihnen hier Informationen zur Hirnanhangsdrüse und deren Erkrankungen.

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Was ist die Hirnanhangdrüse?

Die Hirnanhangsdrüse wird in der medizinischen Fachsprache als Hypophyse bezeichnet. Die Bezeichnung hat ihren Ursprung im Griechischen: "hypo" für "darunterliegen", in diesem Fall unter dem Gehirn, und "phyein" für "aus etwas hervorwachsen", auch aus dem Gehirn. Somit liegt die Hypophyse zwar unter dem Gehirn, ist aber mit diesem durch den Hypophysenstiel verbunden.

Was sind Erkrankungen der Hypophyse?

Erkrankungen der Hypophyse sind selten und werden daher oft erst verzögert diagnostiziert. Grundsätzlich kann es im Bereich der Hypophyse zu Schädigungen durch

  • Tumoren,
  • entzündliche Prozesse,
  • Durchblutungsstörungen oder
  • Traumata kommen.

Hormonproduzierende Tumoren (Hypophysenadenome) können spezifische Krankheitsbilder verursachen. Am häufigsten kommen Prolaktinome (zu viel Prolaktin) vor, weniger häufig sind Morbus Cushing (zu viel Cortisol), Akromegalie (zu viel Wachstumshormon) oder Thyreotropinome (zu viel Schilddrüsenhormon).

Die örtliche Ausdehnung von gutartigen oder bösartigen Tumoren der Hypophyse kann auf den gesunden Teil der Hypophyse drücken oder auch die Sehnervenkreuzung schädigen. Hierdurch – oder als Folge einer vorhergehenden Operation – kann es außerdem zu einer Unterfunktion der Hypophyse kommen (Hypophyseninsuffizienz).

Wie werden Erkrankungen der Hirnanhangdrüse behandelt?

Wegen der oben genannten Prozesse kann es zu Ausfallserscheinungen einzelner oder mehrerer Hormonachsen kommen, was eine präzise und spezielle Diagnostik und Therapie erforderlich macht: Die Interpretation der zahlreichen Funktionstests ist mitunter kompliziert und erfordert ein hohes Maß an klinischer Erfahrung.

Das Team der Klinik für Endokrinologie und Stoffwechselmedizin betreut viele Patienten und Patientinnen mit Hypophysenerkrankungen und führt regelmäßig alle erforderlichen diagnostischen Tests durch. Die Befunde werden einmal wöchentlich bei einer gemeinsamen Klinikbesprechung diskutiert. Selbstverständlich werden die neuesten Therapieoptionen für Patienten mit Hypophysenerkrankungen angewendet.