GendAge / BASE-II

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Über das Projekt "GendAge / BASE-II"

Langtitel: Geschlechts-sensitive Vorbeugung kardiovaskulärer und metabolischer Krankheiten bei älteren Erwachsenen in Deutschland
Akronym: GendAge
Projektförderung: BMBF
Förderzeitraum: 01.07.2017 bis 30.06.2021
Verbundkoordinator: PD Dr. Ilja Demuth
Verbundpartner: PD Dr. Ilja Demuth (Charité), Prof. Vera Regitz-Zagrosek (Charité) und Prof. Denis Gerstorf (HU Berlin)
Probandenkollektiv: N≈1.250 Probanden aus der Berliner Altersstudie II (BASE-II)
Untersuchungszeitraum: 14 Monate ab 04/2018, Pilotierungsphase ab 02/2018

Vorhabenbeschreibung – Zusammenfassung

Mechanismen der Krankheitsentstehung in Abhängigkeit vom Geschlecht sind unzureichend verstanden: eine Tatsache, die sich negativ auf gezielte und personalisierte Vorbeugungs- und Therapieansätze auswirkt. Diese Lücke soll mit der hier geplanten Studie "GendAge" geschlossen werden.

Die Studie basiert auf einer bereits existierenden Kohorte von 1.600 Frauen und Männern aus der Berliner Altersstudie II (BASE-II) – einer Kohortenstudie, welche zentrale Variablen in den Bereichen kardiovaskuläre und metabolische Gesundheit, Sozioökonomie und Lebensqualität umfassend erhoben hat. Die Ersterhebung dieser Studie, durchgeführt in den Jahren 2010 bis 2014, bietet die Möglichkeit, Effekte, die von biologischem und soziokulturellem Geschlecht (Sex und Gender) abhängen, mit Querschnittsdaten zu analysieren, da glücklicherweise bereits bei der BASE-II-Ersterhebung eine Vielzahl von Parametern mit hoher Relevanz für das Studium von Geschlechterunterschieden berücksichtigt wurde.

Zusätzlich wird die Erhebung von Follow-up-Daten als Teil der hier geplanten Untersuchung das Projektteam in die Lage versetzen, longitudinale Analysen durchzuführen, und damit die Krankheitsentstehung sowie deren Bedingungsfaktoren und zugrundeliegenden Mechanismen zu untersuchen. Als ein wichtiger Schritt in diese Richtung besteht ein Ziel der hier geplanten Untersuchung darin, neben dem biologischen Geschlecht auch die Rolle des soziokulturellen Geschlechts Gender in Bezug auf kardiovaskuläre Risikofaktoren und Krankheiten zu analysieren. Hierzu wird ein neues Maß für Gender entwickelt, welches deutlich über die traditionellen Mann-Frau-Stereotype hinausgeht. Diese neue Skala soll umfassend validiert und deren Nutzen geprüft werden.

Damit kombiniert GendAge die besondere Expertise in der Alternsforschung aus der BASE-II-Studie mit der Genderforschung des Instituts für Geschlechterforschung in der Medizin (GIM), dem führenden deutschen Zentrum in der Gender-Medizin.

Weitere Informationen:

GendAge

BASE-II