Erkrankungen der Hirnanhangsdrüsen

Die Hirnanhangsdrüse wird in Fachkreisen als Hypophyse bezeichnet. Die Bezeichnung hat ihren Ursprung im griechischen: "hypo" – darunter liegen, in disem Fall unter dem Gehirn, und "phyein" aus etwas hervorwachsen,  auch aus dem Gehirn. Somit liegt die Hypophyse zwar unter dem Gehirn ist aber mit diesem mit dem Hypophysenstiel verbunden.

Erkrankungen der Hypophyse sind selten und werden daher of erst verzögert diagnostiziert. Grundsätzlich kann es im Bereich der Hypophyse zu Schädigungen durch Tumoren, entzündliche Prozesse, Durchblutungsstörungen oder Traumata kommen. Hormonproduzierende Tumoren (Hypophysenadenome) können spezifische Krankheitsbilder verursachen. Am häufigsten kommen Prolaktinome (zu viel Prolaktin) vor, weniger häufig sind Morbus Cushing (zu viel Cortisol), Akromegalie (zu viel Wachstumshormon) oder Thyreotropinome (zu viel Schilddrüsenhormon). Die örtliche Ausdehnung von gutartigen oder bösartigen Tumoren der Hypophyse kann auch auf den gesunden Teil der Hypophyse drücken oder auch die Sehnervenkreuzung schädigen. Hierdurch – oder als Folge einer vorhergehenden Operation - kann es auch zu einer Unterfunktion der Hypophyse kommen (Hypophyseninsuffizienz). 

Durch die genannten Prozesse kann es zu Ausfallserscheinungen einzelner oder mehrerer Hormonachsen kommen, was eine präzise und spezielle Diagnostik und Therapie erforderlich macht. Die Interpretation der zahlreichen Funktionstests ist mitunter kompliziert und erfordert ein hohes Mass an klinischer Erfahrung. Unsere Klinik betreut viele Patienten mit Hypophysenerkrankungen und wir führen regelmäßig alle erforderlichen diagnostischen Tests durch. Die Befunde werden einmal wöchentlich bei einer gemeinsamen Klinikbesprechung diskutiert. Selbstverständlich bieten wird die neuesten Therapieoptionen für Patienten mit Hypophysenerkrankungen an.